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Parkettboden schleifen

 Bevor man anfängt den Parkettboden zu schleifen, sollte man alle Bodenschienen unter den Türen entfernen.
Natürlich sollte man dieses behutsam machen, denn diese Schienen werden später wieder gebraucht.
Alle Nägel oder Drahtstifte sollten entfernt werden, um Verletzungen zu vermeiden.
Am Besten die Leisten auf der Rückseite nummerieren, damit man sie nachher wieder richtig zuordnen kann und anschließend trocken lagern.
Eventuell angeschraubte Sockelleisten an den Wänden ebenfalls demontieren und zur Seite legen.
Um das Schleifen des Parkettbodens zu erleichtern, sollte man auch darauf achten, das der gesamte Parkettboden fest mit dem Untergrund verbunden ist. Lose Parketteile neu verkleben und Beschädigungen auf dem Parkett, die bis in das Holz eindringen, können einfach ausgebohrt werden und durch Querholzplättchen ersetzt werden.
Diese gibt es in verschiedenen Größen und Farben im Handel, und falls die zu benötigte Holzart vergriffen sein sollte, reicht hierfür auch eine ähnliche Holzart, die dem Ganzen nahe kommt. Mit wenig Beize kann dem Farbton nach dem Schleifen noch nachgeholfen werden.
Hat man eine größere Fläche zu schleifen, sollte man sich eine Parkettbandschleifmaschine ausleihen. Dieses spart viel Zeit und Kraft.

Als Erstes wird der Parkettboden mit groben Schleifpapier auch Schleifhülse genannt am besten Zirkon oder Keramik diagonal vorgeschliffen. Dafür benötigt man 36/40 Korn.
Anschließend schleift man mit der mittleren Körnung von 60 Korn. Vor dem letzten Schleifgang prüft man, ob eventuelle Risse oder kleine Fugen zu sehen sind. Mit einer Parkett-Fugenlösung lassen sich diese leicht ausbessern. Mit etwas Schleifstaub und der Fugenlösung bildet man eine Masse, die man mit einem Spachtel auf die jeweilige Stelle verteilt. Überschüssiges sofort mit dem Spachtel entfernen und circa 30 bis 45 Minuten trocknen lassen.
Nun kann mit der feinen Körnung von 180/220 Korn feingeschliffen werden.
Stellen, die man mit der Parkettschleifmaschine nicht erreicht, dazu zählen Ecken und unter der Heizung, können nun per Hand oder mit einer kleineren Maschine bearbeitet werden. Hilfreich hierfür ist ein sogenannter Tellerrandschleifer oder ein Dreiecksschleifer.Vor dem Versiegeln den Parkettboden gründlich absaugen. Hat man sämtlichen Schmutz und Staub entfernt, kann man nun mit einem Flächenstreicher oder einer Rolle die Versieglung aufbringen.
Sehr wichtig ist hierbei an der Stelle zu beginnen, wo der Lichteinfall am stärksten ist, wobei zu starke Sonnenstrahlen vermieden werden sollten, da der Lack sonst zu schnell erhärtet.
Nach dieser ersten Schicht erfolgt die Zweite und anschließen der dritte Lackauftrag.
Die Oberfläche ist nach circa 12 Stunden wieder begehbar.